Start Magazin Kultur Allgemein 9 ½ Minuten am Sonnabend war wieder ein großer Erfolg
9 ½ Minuten am Sonnabend war wieder ein großer Erfolg Drucken
Geschrieben von: IN   
13.12.10 13:50

Die Phlegmatix mit dem Goldenen Nussknacker für den besten Film | Foto: Patrick NiemeierDer Konzertsaal war bis auf den letzten Platz gefüllt und die dreizehn Filme konnten unterschiedlicher kaum sein. Das von der Oldesloerin Britta Rein und dem Klangstadt1-Team organisierte Filmfestival „9 ½“ Minuten am Sonnabend war wieder ein großer Erfolg.

2008 hatte man erstmalig Streifen rund um das Thema Musik in einem Wettbewerb gegeneinander antreten lassen. Doch nie war das Niveau und die Resonanz so hoch gewesen wie in diesem Jahr. Rund 200 Besucher, lokale Politiker, Mitwirkende und Organisatoren kamen und schauten sich Popcorn knabbernd – das der Oldesloer Kinobetreiber Heinz Wittern gespendet hatte – die dreizehn Filme an. Die Jury kürte anschließend in den drei Kategorien „Bester Film“, „Bester Darsteller“ und „Beste Idee“ die Sieger, während das Publikum seinen eigenen Favoriten wählen durfte. Im Bereich „Beste Idee“ – in dem technische Details und Produktionsbedingungen keine Rolle spielen – setzte sich die Band „Empire of Cocks“ durch, die es jetzt als einzige Band geschafft hat in jedem Jahr einen Preis mitnehmen zu dürfen. Ihr Traum von einem Sieg in allen Kategorien muss aber auf nächstes Jahr verschoben werden, denn als „Bester Film“ wurde das ernste Musikvideo „Homeless“ der Lübecker Punkband „Phlegmatix“ ausgezeichnet, deren Mitglieder sich über die Anerkennung sichtlich freuten.

„Bester Darsteller“ wurde Bjarne Wiking aus Hamburg für seinen eher avantgardistisch rätselhaften Film „Letharg“. Den angestrebten Hattrick in Sachen Publikumspreis verfehlte der Hamburger Pascal van der Straaten knapp. Nach den Siegen 2008 und 2009 in dieser Kategorie reichte es in diesem Jahr nur für den zweiten Rang. Denn hier setzte sich „Scheitern als Chance“ durch. Jesper Wulff und Tobias Bredenbeck, die den Film gemeinsam mit Thomas Piornack gedreht hatte, nahmen den Preis in Empfang und freuten sich, dass ihr Film nun im Frühjahr im Vorprogramm eines Blockbusters im OHO-Kinocenter zu sehen sein wird. Organisatorin Britta Rein freute sich über die große Resonanz und das zum Teil hohe Niveau der eingereichten Beiträge. „Es hat einfach Spaß gemacht“.

Einen Sonderpreis erhielt die Masurenwegschule für einen Film über den eigenen „Schulshop“. „Das Engagement haben wir mit einer Sonderehrenurkunde gewürdigt“, so Moderator Christian Bernardy.

Bürgermeister Tassilo von Bary hatte sichtlich Spaß an der Veranstaltung und freut sich, dass das „Inihaus jungen Menschen die Möglichkeit bietet, so etwas umzusetzen“. Auch das Engagement von Klangstadt hob er lobend hervor. Man habe etwas in „dieser Form einmaliges“ erschaffen. Für die Organisatoren steht es daher fest, dass es auch 2011 ein Kurzfilmfestival geben wird.

Weitere Bilder finden Sie in unserer Galerie zum Kurzfilmfestival 9 ½ Minuten 2010.

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